Wanderung auf Luthers Spuren

Unter dem Motto „500 Jahre Reformation und Luther" unternahm der Verein für naturnahe Erholung -Wandern- Rosenthal eine Tagesfahrt zur Lutherstadt Eisenach. Da auch in diesem Jahr der 17. Deutsche Wandertag aus Anlass des 500 jährigen Reformationsjahres in Eisenach stattfindet, war das Interesse sehr groß. Einige Teilnehmer waren besonders gespannt auf die Veränderungen des Stadtbildes von Eisenach und der Wartburg gegenüber einer Wanderfahrt mit gleichem Ziel am 10. 06. 1989 zur Zeit der DDR. Diese Wanderung war die letzte Etappe auf dem Wartburgpfad (X 9), der von Hatzfeld - Eisenach (215 km) führt und in mehreren Etappen vollständig erwandert wurde.
Bei herrlichem Wanderwetter -und dieses mal ohne Grenzschwierigkeiten- brachte der Bus die Wandergruppe in den Thüringer Wald. Bei der Ankunft auf dem Marktplatz und einer kleinen Führung waren die Teilnehmer überrascht über die Erneuerung und Restaurierung der historischen Gebäude.
Der Aufstieg zur Wartburg bis zur "Eselstation" war mit Informationstafeln über das Leben und Wirken von Martin Lutter begleitet. Dies erleichterte und belebte den steilen Aufstieg zum Burggelände. Belohnt wurden die Wanderer mit einem herrlichen Ausblick auf Eisenach, den Thüringer Wald und das Hess. Bergland. Die Wartburg gilt als eine der schönsten und an geschichtlichen Erinnerungen reichsten deutschen Burgen. Nach einer Pause und kleinem Rundgang, für eine längere Führung war der Zeitrahmen zu kurz, starte die Gruppe zur „Sängerwiese", wo eine Rast zum Mittagessen eingelegt wurde. Der Name dieses Treffpunktes entstand anlässlich eines Treffens von 28 Männergesangvereinen mit 1200 Sängern zur Einweihung der Thüringischen Eisenbahn von Halle nach Erfurt am 23./24. August 1847. Gut gestärkt startete die Gruppe in Richtung „Hohe Sonne" mit einem Abstecher zur „Elfengrotte". In Höhe der „Knöpfelsteiche" wurde der Weg zur Hohen Sonne durch die reizvolle „Drachenschlucht" wieder erreicht. Hier begann-leicht ansteigend- der erlebnisreichste Teil der Wanderstrecke. Die steilen Felswände rückten immer dichter zusammen. Teilweise weniger als einen Meter. Dicht bemoost und aus üppigem Grün fließen kleine Rinnsale von den Felsen herab. Unter den Wegebohlen rauscht ein kleiner Bach. Auch an heißen Sonnentagen ist es hier angenehm kühl. Aus der beängstigen Enge führte der Weg durch den Laubwald in den Wiesengrund und zum ehemaligen Gasthof „Hohe Sonne". Der Name entstammt von einem Dachreiter (einer Sonne) auf dem ehemaligen Jagdschloss der Herzöge. Ein früheres Steinkreuz „Hohes Kreuz" wurde später durch den „Rennsteigstein" ersetzt. Leider waren bei der Ankunft am Nachmittag die bekannten Thüringer Bratwürstchen vom Holzkohlegrill bereits ausverkauft. So wurden die letzen Vorräte aus dem Rucksack geholt.
Auf der Rückfahrt bedankte sich der Vorsitzende Karl-Walter Lay bei den Wanderführern Winfried Rink und Hermann Möscheid für die gute Vorbereitung und Durchführung dieses erlebnisreichen Wandertages.

Herbert Turian

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Bilder von
W. Rink u. H. Turian