Naturerlebnis auf dem Moselsteig

1. Wandertag:

Klettern am Bremmer Calmont -Europas steilstem Weinberg-.

35 Wanderer und Gäste des Vereins für naturnahe Erholung -Wandern- Rosenthal erlebten ein sonniges Wochenende an der mittleren Mosel. In der Urlaubsregion Ferienland Cochem, die sich vom Bremmer Calmont bis Klotten erstreckt, wurden drei Tageswanderungen auf dem Moselsteig erwandert. Der Standort Bruttig - Fankel mit dem Hotel Rebstock war ein idealer Ausgangspunkt aller Wanderungen.
Bereits am Anreisetag starteten die Wanderer in zwei Gruppen von Bremm zum Gipfelkreuz am Calmont. Während eine Gruppe den steilen Aufstieg auf dem Moselsteig unternahmen, setzte der Bus die zweite Gruppe auf einem Wanderparkplatz zu einer kürzeren Strecke ab.
Die Aussicht auf die Moselschleife von Neef bis Edinger - Eller, den Petersberg und das Hunsrück - Hinterland war spektakulär.
Der Moselsteig führt auf dem Calmont - Dach weiter in Richtung Eller. Zwei weitere Höhepunkte erwarteten die Wanderer auf dem Kammweg. Ein rekonstruiertes römisches Bergheiligtum (Tempel aus dem 2.-4. Jahrhundert vom Typus des gallrömischen Umgangstempels) und nach wenigen Metern eine Aussichtsplattform von der aus der Fluss in vier getrennten Abschnitten als Canyon mit vier Seen erscheint (Vierseenblick). Während eine Gruppe über den Klettersteig und der Galgenlay - Hütte nach Eller abstieg, wanderte die zweite Gruppe in mehreren Serpentinen durch die wilde Felsenlandschaft mit ihren engen, steilen Passagen ins Ellerbachtal hinab. (Wanderstrecke ca. 10 km). Nach Aufnahme der Kurzstreckenwanderer nahm der Bus auch die Teilnehmer der langen Strecke am Wanderparkplatz in Eller auf und startete zur Fahrt in das Hotel. Da es sich um ein Winzerhotel handelte, schloss sich nach dem Abendessen eine zünftige Weinprobe an.

2. Wandertag:

Treis - Karden über die Burg Elz bis nach Moselkern

Am nächsten Tag stand der Abschnitt von Treis - Karden über die Burg Elz bis nach Moselkern an. (Wanderstrecke ca. 15 km). Start der Langstreckenwanderer im Zentrum von Karden. Der Aufstieg durch den steilen Hang führte durch wildwüchsiges Gelände (Weinbergmauern, Hecken, Gehölze) bis zur Schutzhütte mit einer herrlichen Aussicht auf die Mosel und Treis - Karden mit seiner mächtigen St.-Castor - Kirche. Nach einem flacheren Abschnitt folgte der Abstieg durch den Buchsbaumbuschwald in die wilde Schlucht des Krainbaches. Im unteren Abschnitt war die Strecke so felsenreich und schwierig, dass Drahtseile zur Sicherung vorhanden waren. Auf einem aussichtsreichen Weinbergweg wurde die Schutzhütte am Abzweig nach Müden erreicht. Nach einer kurzen Rast ging es auf einem Kreuzweg hinauf zum kleinen Weiler Mündenerberg und weiter zur Burg Elz. Die Kurzstreckenwanderer starteten hier ihre Wanderung zum gemeinsamen Ziel der Burg Elz. Erst auf einem Wald- und Prozessionsweg bis zum Forsthaus Rotherhof und weiter auf einem schmalen Kammpfad in das Elzbachtal. Nach einem kurzen Anstieg war die märchenhaft erscheinende Burg erreicht. Die längere Rast wurde zur Besichtigung und einer Einkehr genutzt. Mit frischen Kräften wurde die letzte Etappe des Tages nach Moselkern angetreten. Eine Treppe führte hinunter zur Elzbachbrücke, wo ein herrlicher, uriger Wanderweg oberhalb des Baches zur Ringelsteiner Mühle führte. Nach weiteren drei Kilometern war Moselkern erreicht. Der Bus brachte beide Gruppen zurück in das Hotel. Trotz anstrengender Wanderung klang der Tag mit einem musikalischen Abschlussabend mit -Tanzeinlagen- aus.

3. Wandertag:

Senheim - Beilstein

Die Etappe des letzten Tages führte von Senheim über Mesenich - Briedern und durch die "Briedener Schweiz" nach Beilstein (Wanderstrecke ca. 9 km). Gemeinsam starteten die Teilnehmer im schönen Weindorf Senheim. Der Aufstieg zu einem Hangweg wurde durch herrliche Ausblicke auf die Mosel und die Weinberge belohnt. Infotafeln gaben Auskunft auf die regionale Geologie und Architektur. Im Abschnitt Mesenich - Briedern folgten wir dem Kulturweg „Mesenicher Steinreichskäpp". Es handelt sich um ein Mix aus Lehrpfad, Skulpturen- und Mitmachweg. Hier konnten sich einige Wanderer im Gewichtsheben und im Steine aufwiegen beweisen. Nach einer Rast teilte sich die Gruppe in Briedern. Ein Teil bestieg den Bus nach Beilstein während die größere Gruppe dem Moselsteig - Logo in die „Briedener Schweiz" folgte. Auf einem steilen Pfad, der steil über dem Fluss verlief, war Trittsicherheit erforderlich. Zum Glück gab es keine größere Steigungen durch das felsige Gelände. Beide Gruppen trafen sich zum Schluss auf der Burgruine Metternich oberhalb von Beilstein. Der Aufstieg wurde mit einem herrlichen Ausblick auf die Mosel, und dem schönen Weinort Beilstein -mit Schiffsanleger und Personenfähre- belohnt. Der Abschluss dieser ereignisreichen Wanderung führte über eine Treppe durch das Zentrum des kleinen Ortes zum Parkplatz am Moselufer.

Während der Rückfahrt bedankte sich der Vorsitzende des Vereins Karl - Walter Lay bei den Wanderführern Winfried Rink, Hermann Möscheid und Herbert Turian für die gute Vorbereitung und Durchführung der Wanderungen sowie bei dem Busfahrer Waldemar Klaus für die sichere Fahrt durch enge Gassen und auf schmalen Straßen, die zum Gelingen der unterschiedlichsten Wanderungen beigetragen hat.

Herbert Turian